Das Gehirn besteht aus Milliarden Nervenzellen, die miteinander über schwache  Ströme kommunizieren. Diese Ströme zusammen bilden elektrische Signale, die an der Außenseite des Gehirns messbar sind. Diese Messung der elektrischen Ströme wird EEG (Elektro-Encephalo-Gramm) genannt. Die Nervenzellen im Gehirn verständigen sich untereinander über verschiedene Arten von Gehirnströmen, diese variieren von langsamen bis zu schnellen Kurven. Durch die Berechnung der EEG-Signale ist es möglich den Anteil der verschiedenen Gehirnströme zu bestimmen. Dies nennt man ein QEEG. Diese Berechnung ist zu vergleichen mit dem Anhören eines Orchesters. Immer wenn wir ein Orchester spielen hören, hören wir verschiedene Instrumente zur gleichen Zeit. Dadurch bekommen wir einen Eindruck vom gesamten Musikstück. Dies ist zu vergleichen mit dem EEG. Wenn wir uns aber konzentrieren auf die einzelnen Instrumente, ist es möglich um z.B. Bässe (tiefe Töne) oder Klarinetten (hohe Töne) von einander zu unterscheiden und somit zu bestimmen, welche Instrumente zu laut oder zu leise spielen. Mit Hilfe von einer QEEG-Messung können wir herausfinden, ob die Gehirnströme  zu schnell oder zu langsam sind. Diese Gehirnströme haben Namen aus dem griechischen Alphabet bekommen, sowie Delta, Theta, Alpha und Beta. Das QEEG stellt die Basis des Neurofeedbacks dar.

 

Eine Gehirnstrommessung in der Praxis
Um die Gehirnaktivität zu messen werden zuerst Elektroden auf dem Kopf befestigt. Die Anzahl der Elektroden und der Ort, wo diese befestigt werden sind abhängig von den Beschwerden. Die Signale der Gehirnzellen, die gemessen werden, sind sehr schwach, da sie durch den Schädel und die Haut müssen. Damit man doch Signale in guter Qualität bekommt, wird die Haut, wo die Elektroden befestigt werden, zuerst gereinigt. Dies geschieht mit Hilfe einer speziell für das EEG entwickelten Reinigungsflüssigkeit. Danach werden die Elektroden mit einem Gel gefüllt, welches für eine gute Weiterleitung der Signale und für eine gute Haftung der Elektroden auf dem Kopf sorgt. Das Anbringen der Elektroden ist komplett schmerzlos. Die Elektroden werden über einen Kasten verbunden mit der Messapparatur, welche am Computer angeschlossen ist, sodass die EEG-Signale gemessen und analysiert werden können. Um eine bestmögliche Wiedergabe der Gehirnaktivität im Verhältnis zu den Beschwerden zu bekommen, besteht die QEEG-Messung bei BMC aus einer Messung im Ruhezustand mit offen und geschlossen Augen und während einer oder verschiedener Aufgaben.

 

 

normales EEG-Signal

 abweichendes EEG-signal

Apparatur